Förderung beim Austausch von Trocknern – Energie sparen mit Wärmepumpentechnik
Wer gasbeheizte Trockner durch elektrische Wärmepumpentrockner ersetzt, senkt dauerhaft Energieverbrauch und CO₂-Emissionen – und kann dafür in vielen Fällen Fördermittel für Elektrifizierung/Prozesswärme nutzen.
Warum jetzt auf Wärmepumpentrockner umstellen?
- Deutlich geringere Anschlussleistung und Energiebedarf je Zyklus.
- Geringere Abwärmeverluste durch geschlossenen Kältekreis.
- Planungssicherheit durch Elektrifizierung (unabhängiger von fossilen Brennstoffen).
- Förderchancen für Elektrifizierung/Prozesswärme und Effizienz.
Kernidee: Nicht einzelne Geräte werden gefördert, sondern die nachweisbare Einsparung im Wäschereiprozess (kWh, CO₂). Ein sauberer Vorher–Nachher-Nachweis ist entscheidend.
Technischer Hintergrund: So spart die Wärmepumpe Energie
Wärmepumpentrockner nutzen ein thermodynamisches Kreislaufprinzip: Die Abluftwärme wird nicht verloren gegeben, sondern über einen Kältekreis dem Prozess wieder zugeführt. Dadurch sinkt der Energiebedarf pro Charge deutlich – bei stabiler Trocknungsqualität und niedrigeren Abgastemperaturen.
- Konstante Prozesstemperaturen bei hoher Textilschonung
- Weniger Abgas-/Abluftinfrastruktur nötig
- Gute Basis für Energiemonitoring (Verbräuche pro Charge)
Förderlogik in der Praxis (kompakt)
Förderprogramme für Unternehmen setzen auf Energieeffizienz und Elektrifizierung von Prozessen. Für den Austausch von Trocknern bedeutet das:
- Elektrifizierung: Umstieg von gasbeheizten Trocknern auf elektrische Wärmepumpentechnik.
- Prozesswärme: Nutzung effizienter, strombasierter Wärmeerzeugung innerhalb des Trocknungsprozesses.
- Optimierung: Mess-, Steuer- und Regellösungen (MSR) zur Dokumentation/Regelung der Einsparung.
Welche Programmlinie im Detail passt (Elektrifizierung kleiner Unternehmen, Prozesswärme aus erneuerbaren Energien, technologieoffene Effizienzmaßnahme), hängt von Unternehmensgröße, Anlage und Nachweisführung ab. Die Antragsstellung sollte vor Auftragserteilung erfolgen.
Praxisbeispiel: Gas → Wärmepumpe
Beispielbetrieb: 2 gasbeheizte Trockner (18 kg) werden durch 2 elektrische Wärmepumpentrockner ersetzt. Zusätzlich wird ein einfaches Energiemonitoring (Zähler/Protokoll) installiert.
- Einsparpotenzial: deutlich geringerer Energieeinsatz pro Charge (technik- und nutzungsabhängig).
- Messung: Erfassung von kWh/Charge vor und nach Umrüstung – Grundlage für den Fördernachweis.
- Protokollierung: monatlicher Report (Verbräuche, Chargen), ablegbar fürs Audit.
Tipp: Kombinieren Sie die Umrüstung mit Filter-/Luftweg-Optimierung und Sensor-Kalibrierung. Das stabilisiert Laufzeiten und verbessert die Nachweisbarkeit der Einsparung.
Checkliste: So bereiten Sie den Förderantrag vor
- Ist-Analyse: Bestand, Anschlussarten, jährliche Chargen/Laufzeiten, Energieverbräuche.
- Zielbild: geplante Wärmepumpenmodelle, elektrische Infrastruktur, ggf. Monitoring (MSR).
- Einsparnachweis: Vergleichsdaten (Datenblätter/Messwerte) und Kurzkonzept zur Elektrifizierung.
- Angebote: Technik & Installation (Elektro, ggf. Abluftanpassung, Kondensatführung).
- Beratung: Einbindung eines erfahrenen Energieberaters für die formalen Nachweise.
- Antrag stellen – erst dann bestellen: Auftragsvergabe erfolgt nach Förderzusage.
FAQ: Häufige Fragen
In der Regel wird die Maßnahme gefördert – also der nachweisbare Effizienzgewinn durch den Austausch (Elektrifizierung/Prozesswärme). Das Gerät ist Bestandteil der Maßnahme.
Über Herstellerdaten, Vergleichsrechnungen und idealerweise Messwerte (kWh/Charge) vor und nach der Umrüstung. Ein Energieberater hilft beim formal korrekten Nachweis.
Ja, häufig sind Mess-/Steuer-/Regeltechnik (MSR) und Energiemonitoring Teil der förderfähigen Maßnahme, wenn sie der Einspar-Dokumentation dienen.
Nur dann, wenn damit eine messbare Energieeinsparung im Prozess belegt wird (z. B. niedrigere Waschtemperaturen). Ohne Energiebezug wird Ozon als reine Prozess-/Hygieneänderung normalerweise nicht gefördert.
Fazit
Der Austausch gasbetriebener Trockner gegen elektrische Wärmepumpentrockner ist ein wirksamer Hebel, um Energie- und CO₂-Kosten zu senken – und eröffnet gute Chancen auf Fördermittel. Entscheidend sind ein sauberer Einsparnachweis, fachgerechte Planung und die rechtzeitige Antragstellung.
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